10. August 2020

Hilti und Ottobock entwickeln gemeinsam Exoskelett-Lösungen

Anwendungsbeispiel: Das Hilti EXO-O1 entlastet den Anwender bei seriellen Schraubarbeiten, die über der Schulter oder über dem Kopf ausgeführt werden müssen. Foto: Hilti

Die Hilti Gruppe hat mit der Ottobock SE & Co. KGaA eine Technologie-Partnerschaft zur Entwicklung von Exoskelett-Systemen vereinbart. Solche Lösungen eröffnen neue Möglichkeiten bezüglich Gesundheitsschutz und Produktivität und sind ein Zukunftsmarkt in der Bauindustrie.

«Exoskelette sind ein relevanter Megatrend für uns. Diese bringen eine Entlastung bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten, wie sie auf Baustellen tagtäglich ausgeführt werden. Mit Ottobock haben wir den idealen Partner, um unser Wissen in Sachen Anwenderschutz und Ergonomie mit 100 Jahren Biomechanik-Expertise zu kombinieren. Unsere Technologie-Partnerschaft ist die Basis für die Entwicklung weiterer innovativer und kundenorientierter Systeme», erklärt Johannes Wilfried Huber, Leiter des Geschäftsbereichs Diamantsysteme bei Hilti.

Umfangreiche Erfahrung

«Wir freuen uns, zusammen mit Hilti ein neues Anwendungsgebiet zu erschliessen. Dabei bauen wir auf unsere Erfahrungen aus über 500 erfolgreichen Exoskelett-Projekten, unter anderem in der Automobilindustrie und im Handwerk. Das Potenzial für Lösungen, die die körperliche Belastung der Mitarbeitenden reduzieren, ist in der Bauindustrie sehr hoch. Dieses Standbein wollen wir in den kommenden Jahren gemeinsam ausbauen», erklärt Dr. Sönke Rössing, Leiter von Ottobock Industrials. Der Unternehmensbereich entwickelt seit 2012 industrielle Exoskelette der Paexo-Produktpalette, um gesündere Arbeitsplätze zu schaffen.

Erste Ergebnisse der Kooperation

Als erstes gemeinsames Produkt bringt Hilti im Herbst 2020 das EXO-O1 auf den Markt. Es handelt sich um ein passives Modell, das keine Energiezufuhr benötigt. Das Gewicht der Arme wird über die Armschalen mithilfe mechanischer Seilzugtechnik auf die Hüfte abgeleitet. Dies reduziert die Spitzen-Belastung der Muskulatur und entlastet die Schulter gemäß unabhängigen Studien und Untersuchungen von Ottobock um bis zu 47 Prozent.

Mehr dazu in der Septemberausgabe von bauelemente bau, die am 03. September auf den markt kommt.

Weitere Infos zu den beteiligten Unternehmen gibt es hier (Hilti) oder hier (Ottobock)

 

Sie wollen regelmäßig über aktuellen Neuheiten und Entwicklungen informiert sein? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter oder schließen ein Abonnement der Print beziehungsweise der e-paper Ausgabe von bauelemente bau ab.

Sie meinen, diese Meldung könnte auch für Ihre Kollegen von Interesse sein? Dann freuen wir uns über Ihre Weiterempfehlung!

 

Diese Nachricht teilen Facebook Logo Twitter/X Logo LinkedIn Logo Xing Logo Pinterest Logo



Das könnte Sie auch interessieren

14. Oktober 2025

„Als Denkraum für die Zukunft des Bauens wahrgenommen“

Vom 24. bis 27. März 2026 wird die Weltleitmesse Fensterbau Frontale erneut ihre Tore im Messezentrum Nürnberg öffnen. Vorab stellt sich das Messe-Team einigen Fragen und wirft einen Blick auf die Branche. Im Interview sprechen wir mit Elke …

20. Oktober 2025

Erstmals auf serielle Vorfertigung gesetzt

Das „Bauen der Zukunft“ hat sich die Rupp-Gruppe mit Hauptsitz in Weißenhorn im Landkreis Neu-Ulm (Bayern) auf die Fahnen geschrieben – und mit Häusern aus dem 3D-Drucker bereits weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Wenn es um die …

28. August 2025

Erste Prognose für 2026: Marktdaten und Strategien

Die Fachtagung „Statistik & Markt“ des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) am 30. September 2025 im InterCityHotel Frankfurt Airport – alternativ auch online – ist eine der zentralen Branchenveranstaltungen zur Marktentwicklung. Dazu …

zur Übersicht