19. Dezember 2020

„Die Stimmung ist insgesamt sehr positiv“

bauelemente bau im Gespräch mit Oliver Frey, Gründer Netzwerk Frey

Oliver Frey: „Die Branche braucht den persönlichen Kontakt.“ Foto: bauelemente bau

Seit der Gründung hat Oliver Frey, der mit seiner langjährigen Erfahrung in der Fenster- und Türenbranche Unternehmensberatungen und Coachings anbietet, sein Netzwerk stetig vergrößern können. Darüber hinaus hat er mit dem Netzwerk Partnertag, der 2021 bereits in die achte Runde geht, einen festen Branchentreff etablieren können. Mit Frey sprachen wir über die spannenden und in dieser Form noch nie dagewesenen letzten Monate, deren Einfluss auf die Branche und natürlich auch über einen Ausblick auf das nun anstehende Jahr. Für seine Partner und Interessierte plant das Netzwerk im Jahr 2021 zwei große Veranstaltungen.

Herr Frey, Sie haben dadurch, dass Sie mit vielen Unternehmen aus der Branche zusammenarbeiten und in Kontakt stehen, sicherlich viel mitbekommen. Wie haben Sie die Stimmung bei den Fensterbauern in den letzten zehn Monaten wahrgenommen?

Wir sind im ständigen Austausch mit unseren Fensterbaupartnern und bei vielen unserer Partnerunternehmen auch mit unseren Coaching-Maßnahmen aktiv. Die Stimmung ist insgesamt sehr positiv bei einer extrem guten Auftragslage. Es gab aber auch Herausforderungen in der Umsetzung der Schutzmaßnahmen bedingt durch Covid-19 für alle Unternehmen zu bewältigen, die auch einen erheblichen Mehraufwand darstellen. Größter Engpass sind nach wie vor die fehlenden Montagekapazitäten im Markt. Es wird höchste Zeit, diesen Bereich deutlich attraktiver zu gestalten, damit wir auch neue Nachwuchskräfte für die Fenster- und Türenmontage begeistern können.

Haben Sie bei den Zulieferern eine ähnliche Tendenz festgestellt?

Auch bei unseren Kooperationspartnern aus der Industrie stehen die Zeichen positiv nach einem schwierigen Frühjahr bedingt durch den Lockdown im April. Insgesamt konnte das Geschäft in Deutschland und den deutschsprachigen Märkten sehr gut entwickelt werden. Im Export sieht das zum Teil etwas differenzierter aus und muss separiert bewertet werden. Das Augenmerk unseres Netzwerks liegt aber in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol.

Der mittlerweile 8. Netzwerk Partnertag steht am 18. März 2021 an. Gibt es zu der kommenden Ausgabe Änderungen im Vergleich zu den letzten Veranstaltungen?

Ja, sogar eine ganz Gravierende! Für das Vortragsforum und die Innovationsausstellung unserer Kooperations-Partner gibt es eine neue Location, denn das Congress Centum in Heidenheim ist ab Januar regionales Impfzentrum geworden. Diese Entscheidung wurde durch die aktuelle Situation bedingt Anfang Dezember 2020 beschlossen. In enger Absprache mit den Verantwortlichen und den Behörden vor Ort in Heidenheim konnten wir aber schnell reagieren. Wir haben mit allen Ansprechpartnern bereits wenige Stunden nach der Bekanntgabe durch den Landrat eine hervorragende Lösung erarbeitet. Das bedeutet für uns, dass wir das Tagesprogramm erstmalig in der direkt benachbarten Voith-Arena durchführen werden. Im attraktiven Business Club vom FC Heidenheim haben wir optimale Bedingungen vorgefunden. Die Location liegt nur wenige hundert Meter in der Nachbarschaft von unserem Veranstaltungshotel entfernt und ist problemlos zu Fuß oder Auto erreichbar. Beide Abendveranstaltungen (der After Work Treff am Vorabend sowie das Flying Dinner am Veranstaltungsabend, Anm. der Redaktion) finden wie in den letzten Jahren wieder im gewohnten Ambiente im Schlosshotel statt.

Im kommenden Oktober findet parallel zu den Rosenheimer Fenstertagen des ift Rosenheim auch die zweite Ausgabe der Netzwerk Fenstertage statt; in Rosenheim. Was hat den Ausschlag gegeben, dieses Format fortzuführen?

Hauptsächlich die positive Resonanz nach unserer Veranstaltung, der Wunsch unserer Netzwerk-Partner sowie die hohe Teilnehmerzahl mit einem ausgebuchten Forum. Darüber hinaus konnten wir nur wenige Tage nach unserer Veranstaltung zwei absolute Top-Speaker für die Netzwerk Fenstertage 2021 fest verpflichten; schon hat das Gesamtpaket wieder gepasst. Wir werden auch wieder einen Fachvortrag zum Thema Fenster präsentieren. Eine Zusammenarbeit mit dem VFF ist geplant und auch eine Kooperation mit dem ift Rosenheim können wir uns gut vorstellen. Die gemeinsame Abstimmung zwischen ift, VFF und unserem Netzwerk laufen aktuell bereits. Die Einladungen und das Vortragsprogramm werden wir im März auf unserem Netzwerk Partnertag präsentieren.

Kommen wir zurück auf die Branche: Inwieweit wird sich Ihrer Ansicht nach das Messegeschehen in der Branche verändern?

Genau sagen lässt sich dies natürlich nicht, aber es zeichnen sich manche Dinge bereits ab. Die digitalen Angebote haben das Denken innerhalb der Branche verändert, daher glaube ich, dass die für das Netzwerk wichtigen Messen in Nürnberg, Stuttgart und München auch nach der Pandemie eine Hybrid-Messe anbieten werden. Darüber hinaus bin ich überzeugt, dass die Präsenzmessen bleiben werden. Unsere Branche braucht den persönlichen Kontakt, gerade auf Messen und auch auf Branchenveranstaltungen.

Das vollständige Interview lesen Sie in der nächsten Ausgabe von bauelemente bau, welche am 4. Januar 2021 druckfrisch verschickt wird.

Mehr Informationen zum Netzwerk erhalten Sie über diesen Link.

 

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