KI, Social Media, Recruiting: Die Fensterbranche muss umdenken
bb-Nachbericht: VFF-Fachtagung Marketing & Vertrieb im Solarlux Showroom Frankfurt
Blick ins Auditorium im Solarlux Showroom Frankfurt. Foto: bauelemente bau
Rund 60 Teilnehmende, ein dichtes Programm und jede Menge Denkanstöße: Bei der VFF-Fachtagung Marketing & Vertrieb, die am 17. September 2026 unter dem Motto „Vernetzt denken: Strategien für Marketing und Vertrieb“ stand, drehte sich alles um die Frage, wie sich die Fenster- und Fassadenbranche künftig sichtbar, digital und zukunftsfähig aufstellt.
Dazu ordnete VFF-Geschäftsführer Frank Lange zu Beginn die aktuellen Entwicklungen rund um Markt, Politik und Kommunikation ein. Näheres zu den Marktzahlen erfährt die Branche übrigens am 29. September im InterCity Hotel am Frankfurter Flughafen. Dort findet die Fachtagung „Statistik & Markt“ statt, bei welcher die veranstaltenden Verbände einen Blick auf die aktualisierten Marktzahlen werfen, die im Frühjahr vorgestellt wurden, verbunden mit einer Prognose für 2027. Im Zentrum stehen die Fenster- und Außentürenmarktzahlen, unterteilt nach den Segmenten Sanierung/Neubau sowie Wohn-/Nichtwohnbau. Sie geben, verbunden mit anderen relevanten Marktdaten, den Herstellern und Zulieferern wichtige Orientierung bei der Planung und der strategischen Ausrichtung.
SEO war gestern, heute ist GEO
Daniel Mertes von der brandcom Werbeagentur zeigte, warum Unternehmen künftig nicht mehr nur für Google optimieren sollten. GEO – Generative Engine Optimization – gewinnt an Bedeutung. KI-Systeme suchen nicht einfach die bestplatzierten Webseiten heraus, sondern bewerten, welche Inhalte zur konkreten Anfrage passen. Klarheit, fachliche Tiefe und glaubwürdige Inhalte werden damit wichtiger.
KI braucht Regeln
Larissa Mikolaschek von Sestdigital machte deutlich: KI ist längst im Unternehmensalltag angekommen. Gleichzeitig wächst mit der Nutzung das Risiko der sogenannten Schatten-KI – wenn Mitarbeitende eigenständig Tools einsetzen und dabei womöglich sensible Unternehmensdaten verarbeiten.
Die Konsequenz: KI-Strategie statt Wildwuchs. Klare Richtlinien, geschulte Mitarbeitende, eine belastbare Datenbasis und konkrete Anwendungsfälle sind gefragt. KI-Agenten können dabei schon heute Prozesse wie Rechnungsprüfung oder Ablage automatisieren.
Fachwissen gehört ins Netz
Katja Ahrens von havendo zeigte, welche Chancen LinkedIn, Instagram und TikTok für Unternehmen bieten – von Sichtbarkeit bis Recruiting. Gerade das Handwerk kann mit authentischen Inhalten punkten: Problem zeigen, Lösung präsentieren, Fachwissen teilen. Nicht Hochglanz um jeden Preis entscheidet über Reichweite. Eine klare Zielgruppe, regelmäßiger Content und ein erkennbarer Fokus sind entscheidend.
Generationen verstehen
Zum Abschluss ging Dennis Berndt vom Institut für Generationenforschung der Frage nach, wie unterschiedliche Generationen tatsächlich ticken. Eine wichtige Erkenntnis für Unternehmen, die Fachkräfte gewinnen wollen: Junge Menschen lassen sich nicht allein mit Fakten erreichen. Emotionen, Authentizität und die richtige Ansprache spielen eine entscheidende Rolle.
Fazit
Marketing und Vertrieb verändern sich – durch KI, neue Medien und neue Generationen. Für die Fenster-, Türen- und Fassadenbranche bedeutet das vor allem eines: Wer sichtbar bleiben will, muss sich bewegen.
Den vollständigen Nachbericht zur VFF-Fachtagung Marketing & Vertrieb lesen Sie in der November-Ausgabe von bauelemente bau.
Auf die Homepage des VFF geht es hier entlang.
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