Baltic bringt Veka Pure in die Serienfertigung
Als erster Veka-Systemverarbeiter Deutschlands
Große Glasflächen und schmale Ansichtsbreiten prägen die Fenster- und Türelemente des Veka-Pure-Systems. Foto: KI-generierte Illustration/Baltic Fenster GmbH
Die Baltic Fenster GmbH startet zum 1. September als erster Veka-Systemverarbeiter Deutschlands mit dem Verkauf und der serienmäßigen Fertigung des neuen Profilsystems Veka Pure. Damit endet ein rund zweijähriges Projekt, das von der ersten Vorstellung des Systems durch Veka auf der Fensterbau Frontale 2024 bis zur vollständigen Integration in die Serienfertigung reichte.
Das nordfriesische Unternehmen mit rund 80 Beschäftigten gehört seit vielen Jahren zu den Veka-Systemverarbeitern in Deutschland. Die Baltic ist seit 2019 Teil der EGE-Gruppe, zu der bundesweit fünf Fenster-Produktionsunternehmen gehören.
Bereits im Juli 2024 stellte Baltic das neue System im Rahmen der Kundenveranstaltung „Nordfriesland Sommerbrise“ erstmals ausgewählten Fachhandelspartnern vor. Die positive Resonanz führte wenig später zum gemeinsamen Projektstart mit Veka. Es folgten rund 24 Monate intensiver Vorbereitungen. Neben Marktrecherche und Vertriebsplanung sowie der Planung der technischen Umsetzung mussten unter anderem Werkzeuge, Stammdaten, IT-Strukturen, Maschinenanpassungen, Lagerprozesse, Produktionsabläufe und Nullserien aufgebaut beziehungsweise angepasst werden.
„Wer schon einmal ein neues Fenstersystem eingeführt hat, weiß, dass Profile nur einen kleinen Teil der Aufgabe darstellen. Dahinter steckt ein enormer organisatorischer und technischer Aufwand“, sagt Baltic-Geschäftsführer Gregor Biermann. „Rückblickend können wir sagen, dass wir uns gegenseitig hervorragend unterstützt haben und das Projekt dadurch außergewöhnlich gut vorangekommen ist.“
Enge Zusammenarbeit mit Veka
Nach Angaben des Unternehmens war die Einführung nur möglich, weil das Baltic Managementteam mit Betriebsleiter Mario Lorenzen, Leitung Finanzen/Personal Stefanie Tams, die Belegschaft als auch der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Schröder den eingeschlagenen Weg sofort unterstützt haben. Gregor Biermann hatte die Idee, das Projekt schnell auf den Weg zu bringen.
Gleichzeitig hebt Baltic die enge Zusammenarbeit mit Veka hervor. Von den ersten Gesprächen am Techniktisch über das Produktmanagement bis hin zum Vorstand habe das Unternehmen eine hohe Offenheit und Unterstützung erfahren. Besonders erwähnt Biermann den für Baltic zuständigen Veka-Außendienst Heiko Müller sowie Technischen Außendienst Klaus Moddelmog und Produktmanager Christoph Seebröker.
Start an zwei Standorten der EGE-Gruppe
Mit dem Serienstart endet das Projekt für Baltic jedoch nicht. Innerhalb der EGE-Gruppe übernimmt das Unternehmen zunächst die Versorgung des ebenfalls zur Gruppe gehörenden Veka-Produzenten Reckendrees Bauelemente GmbH in Verl mit Veka-Pure-Elementen. Reckendrees wird das System zunächst über Intercompany-Lieferungen vermarkten und parallel auf eine eigene Serienfertigung vorbereitet.
Dass dieser Weg vergleichsweise effizient umgesetzt werden kann, liegt auch an den personellen Strukturen innerhalb der Unternehmensgruppe. Gregor Biermann ist neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Baltic Fenster GmbH und der EGE GmbH auch Geschäftsführer der Reckendrees Bauelemente GmbH und dort für den operativen Bereich verantwortlich. Gemeinsam mit Gesellschafter Thomas Schröder sowie übergreifend tätigen Mitarbeitern aus Vertrieb, Einkauf und Marketing werden die Erfahrungen und Prozesse unmittelbar auf den zweiten Standort Reckendrees übertragen. Hier rechnet Biermann damit, dass dort ab Herbst 2027 die ersten Pure-Elemente vom Band laufen. So lange wird Reckendrees durch Baltic beliefert.
Start im Fachhandel ab September
Klar ist, dass ab 1. September 2026 die Baltic-Fachhandelskunden das Produkt bestellen können. Bei Reckendrees wird das einen Monat später, ab Oktober, ebenfalls der Fall sein. Auch alle weiteren Fensterfachbetriebe werden im direkten Fachhandelsgeschäft auf Wunsch mit Veka Pure beliefert. Geografisch deckt das Fachhandelsgeschäft der Baltic und der Reckendrees die Postleitzahlengebiete 0 bis 6 ab.
Darüber hinaus verfolgt Baltic einen für die Branche ungewöhnlich offenen zweiten vertrieblichen Ansatz: Das Unternehmen bietet den deutschlandweiten Veka-Systemverarbeitern an, Veka Pure zunächst über Baltic zu beziehen, solange das neue System selbst nicht produziert wird oder eine Eigenproduktion auch nicht im Plan liegt. „Ja, das ist korrekt, wir werden auch unsere Marktbegleiter mit Veka Pure beliefern, wenn wir eine für beide Seiten tragfähige Lösung in Sachen Mengen, Preis und Logistik finden“, sagt Biermann.
„Wir haben investiert, den Weg erfolgreich beschritten. Jetzt möchten wir Veka-Systemverarbeitern unterstützen, den Einstieg ebenfalls zu schaffen. Wir verstehen uns als Teamplayer innerhalb der Veka-Welt“, erklärt Biermann. Ziel sei es, allen interessierten Fenster-Fachbetrieben frühzeitig den Zugang zum neuen System zu ermöglichen und gleichzeitig anderen Veka-Systemverarbeitern Zeit für die eigene Systemeinführung zu verschaffen oder diese auch dauerhaft mit dem Produkt zu beliefern.
Bauherren statt Technik im Mittelpunkt
Auch beim Marketing und der Verkaufsunterstützung geht Baltic bei Veka Pure bewusst einen eigenen Weg. Gemeinsam mit der Kreativfabrik, Inhouse-Agentur der EGE-Gruppe, wurde eine Kommunikationsstrategie entwickelt, die technische Produkteigenschaften stärker in den Hintergrund rückt und den Nutzen für Bauherren in den Mittelpunkt stellt.
„Kein Bauherr entscheidet sich für ein Fenster, weil ihm eine Glasleiste gefällt. Menschen investieren in ein schöneres Zuhause, mehr Licht, mehr Wohnqualität und eine hochwertige Architektur. Die Kunden dürfen sehr gespannt sein, was wir an Prospekten, Posts, Mustern und auch Aktionen vorbereitet haben“, sagt Lena Eichhorn, Leiterin der Kreativfabrik.
In der Kommunikation wird Veka Pure deshalb bei Baltic sowohl als „Architekturfenster“ als auch als „Lichtfenster“ positioniert. Gleichzeitig betont Baltic, dass die bestehenden Systeme Softline 82 und Softline 76 nicht ersetzt oder verdrängt werden sollen. Diese bleiben nach Angaben des Unternehmens weiterhin die wichtigsten Fenstersysteme im Portfolio und bilden auch künftig die Basis der Fertigung.
Produktionsstart als Beginn der nächsten Phase
Für Biermann ist der Produktionsstart deshalb weniger der Abschluss eines Projekts als vielmehr der Beginn einer neuen Entwicklungsphase. „Wir wünschen uns, dass Veka Pure erfolgreich wird – nicht nur für Baltic und Reckendrees, sondern für die gesamte Veka-Familie. Denn am Ende profitieren alle davon: der Systemgeber Veka, die verarbeitenden Veka-Betriebe, der Veka-Fachhandel und vor allem die Bauherren. Wenn es uns gelingt, gemeinsam eine Veka Pure-Erfolgsgeschichte zu schreiben, wird auch die Marke Veka im deutschen Markt weiter an Bedeutung gewinnen.“
Weitere Informationen zum Unternehmen Baltic Fenster finden Sier hier...
...und zum Internetauftritt der Veka AG geht es hier entlang.
Sie wollen regelmäßig über aktuelle Neuheiten und Entwicklungen informiert sein? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter oder schließen ein Abonnement der Print- beziehungsweise der ePaper-Ausgabe von bauelemente bau ab.
Sie meinen, diese Meldung könnte auch für Ihre Kollegen von Interesse sein? Dann freuen wir uns über Ihre Weiterempfehlung!