22. Juni 2026

Aldra setzt auf biozidfreie Imprägnierung von Remmers

V.l.: Martin Stöger, Jan-Peter Albers und Benjamin Lindemann freuen sich über die Umstellung auf die biozidfreie Holzimprägnierung. Foto: Aldra

Der norddeutsche Fenster- und Türenhersteller Aldra hat seine Produktion auf eine biozidfreie Holzimprägnierung umgestellt. Gemeinsam mit dem Beschichtungsspezialisten Remmers wurde eine Lösung eingeführt, die auf einen physikalischen Feuchteschutz setzt und zugleich die stoffliche Wiederverwertung der Holzbauteile erleichtern soll.

„Schon heute möchten wir mit unseren Elementen die stetig steigenden Anforderungen an moderne Bauelemente erfüllen“, erklärt Jan-Peter Albers, geschäftsführender Gesellschafter. „Zusätzlich zu den hohen Leistungseigenschaften, die unsere Fenster und Türen während ihrer Nutzungsdauer erfüllen, denken wir ganzheitlich. Das heißt, wir haben auch die Optimierung unserer Fertigung und – nach einem langem Fensterleben – eine fachgerechte Verwertung unserer Elemente in Bezug auf die stoffliche Verwertbarkeit und die Kreislaufwirtschaft fest im Blick. Mit der erfolgreichen Umstellung auf die Imprägnierung I-130 eco von Remmers haben wir einen weiteren, wichtigen Schritt vollzogen.“

Physikalischer Schutz ohne biozide Wirkstoffe

Mit der Entscheidung für die wasserbasierte Imprägnierung von Remmers verzichtet Aldra seit Anfang Juni 2026 vollständig auf biozidhaltige Holzschutzmittel. „Die spezielle Formulierung auf Basis massebilanzierter Bindemittel überzeugt durch seine hydrophobierenden Eigenschaften, die vorbeugenden und physikalischen Schutz vor Feuchtigkeit bietet und das Risiko der Oberflächenverblauung wirksam reduziert“, erklärt Martin Stöger, Vertriebsleiter Industrielacke bei Remmers.

Die biozidfreie Imprägnierung ermöglicht außerdem, dass die Fenster und Türen am Ende ihrer Lebensdauer wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden können. „Während mit bioziden Wirkstoffen behandelte Holzbauteile gemäß Altholz-Verordnung thermisch verwertet werden müssen, kann mit Induline I-130 eco behandeltes Altholz stofflich weiterverwertet werden“, ergänzt Benjamin Lindemann, Produktmanager in der Business Unit Industrie bei Remmers.

Normgerecht und zertifiziert

Induline I-130 eco erfüllt alle relevanten technischen Standards und ist nach EN 927-3:2020-03 sowie EN 152 – Reverse zertifiziert. Die Anwendung entspricht dem Stand der Technik gemäß DIN 68800-1. Darüber hinaus ist das Produkt nach den Vorgaben führender Nachhaltigkeitsbewertungssysteme zertifiziert – DGNB, BNB und QNG bestätigen die Eignung gemäß den Anforderungen dieser Zertifizierungssysteme.

Auf die Homepage von Aldra gelangen Sie über diesen Link…

…und zum virtuellen Auftritt von Remmers geht es hier entlang.

 

Sie wollen regelmäßig über aktuellen Neuheiten und Entwicklungen informiert sein? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter oder schließen ein Abonnement der Print- beziehungsweise der ePaper-Ausgabe von bauelemente bau ab.

Sie meinen, diese Meldung könnte auch für Ihre Kollegen von Interesse sein? Dann freuen wir uns über Ihre Weiterempfehlung!

Diese Nachricht teilen Facebook Logo Twitter/X Logo LinkedIn Logo Xing Logo Pinterest Logo



Das könnte Sie auch interessieren

7. Januar 2026

Sorpetaler verbindet schlanke Konstruktionen mit hohen Brandschutzklassen

Brandschutzanforderungen in Gebäuden werden zunehmend komplexer. Neben den gesetzlichen Vorgaben spielt auch die architektonische Gestaltung eine wichtige Rolle: Sichtbare Profilbreiten sollen reduziert werden, ohne die Feuerwiderstandsklassen zu …

20. April 2026

Holzfenster, Sonnenschutz und Automatisierung wachsen zusammen

Ende letzter Woche fand in der Sun Academy von Warema der ProHolzfenster Partnerkongress des Bundesverbandes ProHolzfenster statt. In einem sehr offenen Format diskutierten die rund 150 Teilnehmenden sowie auch die Unternehmen Warema als Gastgeber sowie Weinig …

10. April 2026

Leitz Symposium diskutiert über den Wandel im Holzbau

Der Holzbau steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Vor dem Hintergrund rückläufiger Bauzahlen, steigender Anforderungen an den Klimaschutz und einer begrenzten Rohstoffverfügbarkeit gewinnt die Transformation hin zu schnelleren, individuellen, …

zur Übersicht