4. Juli 2024

Großes Investitionsprogramm bei AGC Interpane gestartet

AGC Interpane investiert an sieben Standorten in Produktionsanlagen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Foto: AGC Interpane.

AGC Interpane investiert gruppenweit in neue Anlagentechnik mit höherem Automatisierungsgrad, die Digitalisierung und die nachhaltige Stromerzeugung. Das Investitionsprogramm soll an insgesamt sieben Standorten in Deutschland, Österreich, der Slowakei und Frankreich an den Start gehen.

„Wir sind überzeugt, dass der aktuelle Zeitpunkt ideal für Investitionen ist. Die gegenwärtige Krise in der deutschen Bauwirtschaft eröffnet uns nach deren Bewältigung die Möglichkeit, unsere Marktanteile zu vergrößern, vorausgesetzt, die entsprechenden Kapazitäten stehen für unsere Kunden auch zur Verfügung. Eine zunehmende Digitalisierung und höhere Automatisierung unserer Anlagen sind für uns die technischen Grundpfeiler, um auch in Zukunft erfolgreich nachhaltige Produkte mit höchster Qualität zu liefern. Wir begleiten die Maschineninvestitionen mit zahlreichen Digitalisierungsprojekten in der Gruppe“, so Sebastian Schmidt, Vorstand der AGC Interpane Gruppe.

Durch die internationale Ausrichtung im Projektgeschäft ist die Unternehmensgruppe nur limitiert vom Einbruch in der deutschen Bauwirtschaft betroffen. Inmitten der derzeitigen Flaute in der Bauindustrie stemmt AGC Interpane darum jetzt das besagte breit angelegtes Investitionsprogramm. Derzeit werden mehrere Millionen Euro in die Modernisierung und den Ausbau der Isolierglasfertigung am Standort Belgern/Liebersee nahe Leipzig investiert. Der Produktionsumfang soll hier künftig um 30 Prozent steigen. Dies ist der nächste Schritt nach der Inbetriebnahme des neuen Zuschnittzentrums vor einigen Jahren.

Der Ausbau läuft bereits, trotz der Modernisierung werde es laut Management keine Entlassungen geben. Im Gegenteil: AGC Interpane sucht stetig nach weiteren Mitarbeitenden, insbesondere, um den Vertrieb am Standort zu stärken. Auch Investitionen in die energetische Ertüchtigung der Produktionshallen sind damit verbunden, um den Energiebedarf für Heizung und sommerliche Kühlung zu senken.

Bereits getätigte Investitionen

Erst vor wenigen Wochen nahm die Unternehmensgruppe zudem eine neue und hochmoderne Produktionsstrecke für hochwertiges Verbundsicherheitsglas (VSG) in der AGC Floatglasproduktion in Osterweddingen nahe Magdeburg in Betrieb. Nach einer Investition von mehr als zehn Millionen Euro werden hier seit Jahresanfang bis zu sieben Meter lange Verbundsicherheitsgläser gefertigt – die neue Anlage hat eine Gesamtkapazität von jährlich 5,5 Millionen Quadratmeter VSG. Am Standort Lauenförde wurde kürzlich eine neue Isolierglaslinie für das Internationale Projektgeschäft in Betrieb genommen und derzeit werden die Produktionshallen als auch die Holding-Gebäude modernisiert und energetisch saniert.

Neue Gesellschaft

Der Produktionsstart weiterer Isolierglaslinien ist für Januar und Februar 2025 geplant. In Nancy (Frankreich), der Standort wurde in den vergangenen Jahren von der Konzernmutter AGC Glass Europe übernommen, modernisierte AGC Interpane erst kürzlich den gesamten Zuschnittbereich und baut nun eine hochmoderne Isolierglasproduktion auf. Um noch schneller und schlagkräftiger zu werden, wurde der Standort strukturell mit dem Interpane-Standort Hoerdt fusioniert. Die neue fusionierte Gesellschaft tritt zukünftig unter dem Namen AGC Interpane S.A.S. am Markt auf. Am österreichischen Standort Parndorf wird die Isolierglasproduktion erneuert und automatisiert, um noch schneller den hiesigen Markt und das wachsende internationale Projektgeschäft zu bedienen. Darüber hinaus werden nach zahlreichen Investitionen in die Isolierglasfertigung und ESG-Herstellung die Kapazitäten im slowakischen Werk Malacky weiter ausgebaut.

Mehr erneuerbare Energie

AGC Interpane investiert zudem massiv auch in die Gewinnung erneuerbarer Energie an den Produktionsstandorten. In der Osterweddinger Floatglasproduktion wird zur Reduzierung von CO2-Emissionen bereits erfolgreich „Elektroboosting“ über erneuerbare Energie betrieben, das reduziert den Einsatz von Erdgas für die Prozesswärme. Am bayerischen Standort Plattling ging erst kürzlich eine 2,58 Megawatt starke PV-Anlage in Betrieb – zwei weitere Anlagen sind in Planung und sollen dazu beitragen, die erzeugten Produkte noch nachhaltiger zu machen und den eigenen CO2-Footrint zu verkleinern. AGC Interpane engagiert sich, ebenso wie die Konzernmutter AGC, seit vielen Jahren für das nachhaltige Bauen: Die Gruppe hat inzwischen fast 90 Prozent ihrer Produkte nach Cradle to Cradle umweltzertifiziert und stellt Architekten und Fassadenbauern, Planern und Verarbeitern seit kurzem ausführliche Environmental Product Declarations (EPD’s) für nahezu die gesamte Produktpalette digital zur Verfügung.

Mehr Informationen zum Unternehmen gibt es über diesen Link.

 

Sie wollen regelmäßig über aktuellen Neuheiten und Entwicklungen informiert sein? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter oder schließen ein Abonnement der Print beziehungsweise der ePaper-Ausgabe von bauelemente bau ab.

Sie meinen, diese Meldung könnte auch für Ihre Kollegen von Interesse sein? Dann freuen wir uns über Ihre Weiterempfehlung!

Diese Nachricht teilen Facebook Logo Twitter/X Logo LinkedIn Logo Xing Logo Pinterest Logo



Das könnte Sie auch interessieren

5. September 2023

Neues BAZ bei Baltic Fenster

Eine höhere Ausbringung, kurze Lieferzeiten, Qualität, Flexibilität, optimierte Produktionsprozesse und zufriedene Mitarbeiter. Diesen Wertezuwachs verbucht die zur EGE-Gruppe gehörende Baltic Fenster GmbH nachdem sie ein neues …

24. November 2023

EZD erforscht biobasierte Beschichtungen

Das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD) in Selb hat im Juli seinen Neubau mit zusätzlichen 700 Quadratmetern in Betrieb genommen. Fortan stehen den Wissenschaftlern zusätzliche Räume für Forschung & Entwicklung …

16. Mai 2024

Internationales Fensternetzwerk IFN übertrifft die eigenen Prognosen

Das Internationale Fensternetzwerk (IFN) konnte trotz eines sehr herausfordernden Marktumfeldes die in der letztjährigen IFN-Pressekonferenz kommunizierten Prognosen übertreffen und hat im vergangenen Jahr 841 Millionen Euro umgesetzt. Damit ging der …

zur Übersicht

Newsletter