24. Mai 2024

Kneer-Südfenster nimmt neues Presswerk in Betrieb

Die Eröffnung erfolgte durch die Familien Kneer und Soldo, sowie hochrangigen Politikern aus Bosnien-Herzegowina. Foto: bauelemente bau

Die Zusammenarbeit zwischen Kneer-Südfenster und der Soldo-Group begann durch eine glückliche Fügung im Jahr 2011 auf der Bau in München. Bei der Gelegenheit konnten sich die beiden Familien und Unternehmen kennenlernen. 13 Jahre später konnte Anfang Mai, genauer gesagt an Christi-Himmelfahrt, das gemeinsame Aluminium-Presswerk des neu gegründeten Unternehmens KS-Aluminium in Široki Brijeg (Bosnien-Herzegowina) mit rund 1.100 Teilnehmern feierlich eröffnet werden.

Vier Jahre nach dem ersten kennenlernen, gründeten Kneer-Südfenster und die Soldo Group ihr erstes gemeinsames Unternehmen, KS-Türen. Zu Beginn ihrer Zusammenarbeit fokussierten sich Kneer-Südfenster und die Soldo-Group auf die Fertigung von Aluminium-Haustüren und entwickelten gemeinsam ein eigenes System, das S95. Die Produktion startete damals im Keller einer gemieteten Immobilie. Ein Jahr später konnte ein attraktives Grundstück von 34.000 Quadratmetern im Gewerbegebiet von Široki Brijeg erworben werden. Damit wurde der Grundstein für weitere Expansionen gelegt.

Im Jahr 2020 erfolgte dann schließlich der Bau einer neuen Produktionshalle mit einer Fläche von 8.500 Quadratmetern. Hier werden seitdem unter einem Dach verschiedene Produkte hergestellt: Isolierglas, Kunststofffenster, Aluminium-Türen, Aluminiumrahmen und Haustürfüllungen. Die dort hergestellten Aluminium-Haustüren werden durch Kneer-Südfenster auch in Deutschland vertrieben. Ein Jahr später, 2021, wurde zudem eine eigene Pulverbeschichtungsanlage am Standort aufgebaut. 2023 begann der zweite Bauabschnitt mit einer weiteren Halle für das Aluminium-Presswerk von circa 5.400 Quadratmetern. Parallel dazu entstand im dritten Bauabschnitt ein neues Verwaltungsgebäude. Im November 2023 trafen dann die ersten Teile für das neue Presswerk aus Italien in Siroki Brijeg ein. Die Inbetriebnahme des Presswerks fand dann Anfang Mai dieses Jahres statt.

Zahlreiche Vorteile und kurze Wege

Am bosnischen Standort sind derzeit insgesamt 130 Mitarbeiter beschäftigt, davon arbeiten 25 im Bereich des neuen Presswerks. Der Bau eines eigenen Aluminium-Presswerks wurde aus mehreren Gründen beschlossen: Es garantiert Lieferzuverlässigkeit, Unabhängigkeit von Vorlieferanten und schafft ein zusätzliches Standbein. Zudem kommt die Familie Soldo aus der Aluminiumbranche, was zusätzliche Expertise einbringt. Die Investitionen in das neue Produktionswerk beliefen sich auf insgesamt 15 Millionen Euro, davon wurden neun Millionen Euro speziell in das Aluminium-Presswerk investiert.

Die Aluminium-Bolzen mit einer Länge von 7.000 Millimeter und einen Durchmesser von 203 Millimeter. werden aus Mostar, etwa 20 Kilometer entfernt, bezogen und bestehen hauptsächlich aus recyceltem Aluminium. Pro Jahr können bis zu 12.000 Tonnen Aluminium verarbeitet werden.

Profile für unterschiedliche Branchen

Das neu errichtete Presswerk produziert stranggepresste Aluminiumprofile für verschiedene Branchen, darunter Bauwesen, Automobilindustrie oder auch Maschinenbau. Die Werkzeuge für die Produktion werden zugekauft. Für Kneer-Südfenster werden Profile für Aluminium-Haustüren, Aluminium-Schalen für Aluminium-Holzfenster und Aluminium-Kunststofffenster, Regenschutzschienen und Bodenschwellen gefertigt.

Prominenter Besuch bei der Eröffnung

Die Eröffnung des neuen Presswerks wurde von hochrangigen Politikern und Persönlichkeiten begleitet, darunter Borjana Kristo, die Regierungschefin von Bosnien und Herzegowina, und Dragan Covic, der Vorsitzende der Partei Kroatische Demokratische Union in Bosnien und Herzegowina. Weitere gemeinsame Investitionen sind bereits in Planung, darunter der Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes.

Sinnvolle Symbiose

Auch Kneer-Südfenster ist mit seinem Stammwerk in Westerheim und dem zweiten Werk in Schnelldorf vom derzeitigen Fachkräftemangel betroffen. Der bosnisch-herzegowinische Standort bietet auch dafür eine Lösung: Aufträge abzuarbeiten, Lieferfristen einzuhalten und Serviceleistungen aufrechterhalten und sichert letztlich so die Produktionsstandorte in Deutschland.

Florian Kneer, Geschäftsführer der Kneer-Südfenster-Gruppe, kommentiert die Entscheidung: „Für uns ist die neue Fertigungsanlage in Siroki Brijeg eine Symbiose, um die Zufriedenheit unserer Kunden zu sichern. Außerdem ist uns schon immer der Bezug regionaler Materialien und Produkte wichtig - kurze Wege bedeuten stets auch weniger Emissionen. Da passt es, dass wir Aluminiumprofile künftig direkt dort herstellen, wo sie gebraucht werden.“

Die erfolgreiche Partnerschaft zwischen Kneer-Südfenster und der Soldo-Group verdeutlicht, wie durch strategische Investitionen und gemeinsames Know-how erfolgreiche Synergien geschaffen werden können, die das Wachstum und die Innovationskraft beider Unternehmen fördern.

Mehr Informationen zum Unternehmen Kneer-Südfenster finden Sie hier...

...und zum Internetauftritt der Soldo Group geht es hier entlang.

 

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