16.02.2012

Wintergarten-Statik im Wandel der Jahrzehnte


Wintergarten-Statik im Wandel der Jahrzehnte


In den Anfangszeiten des Wintergartenbaus war es üblich, das Thema Statik in Form einer Einzelfallbetrachtung abzuhandeln. Später setzten sich systematisierte Vorgehensweisen durch. In solchen Fällen fanden sich zwei Parameter zur Ermittlung der Schneelast: Zum einen die Schneelastzone nach der Karte der DIN 1055, zum anderen die Höhe des Bauortes üNN (über Normal-Null).
Im Anfrage-/Angebotsstatus war es häufig Aufgabe des Systemgebers, möglichst zeitnah einen Preis für die angefragte Dachform und die vorliegenden Maße zu finden. Anhand des regionalen Schwerpunktes des anfragenden Fachbetriebes ließ sich vom Systemgeber noch die wahrscheinliche Schneelastzone ohne großen Aufwand bestimmen. Bei der Höhe des Bauortes üNN konnte es schon gravierende Probleme geben, diese zu ermitteln, da diese Angabe beim anfragenden Fachbetrieb ebenfalls nicht vorlag. Somit hat sich in dieser Zeit vielfach die Vorbemessung der Statik anhand einer Schneelast von 0,75 kN/m² durchgesetzt. Damit war ein Großteil der alten Bundesländer abgedeckt.
Zu Beginn des Wintergartenbaus in den neuen Bundesländern mussten z. T. noch TGL-Vorschriften berücksichtigt werden. Hierdurch gab es an der ehemaligen innerdeutschen Grenze deutliche Unterschiede zwischen Ost und West, welche Lasten z. B. durch Schneeanhäufungen zu beachten waren. Nach einer Übergangsphase wurde die DIN 1055 mit einer ergänzten Schneelastzonenkarte auch in den neuen Bundesländern übernommen.

Den umfassenden Bericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Bauelemente Bau, die am 16. Februar 2012 auf den Markt kommt.